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Hintergrund

Die Prof. Dr. Peter und Jytte Wolf-Stiftung für Epilepsie wurde am 19. November 2002 von den Stiftern Prof. Dr. Peter Wolf und seiner Frau Jytte gegründet und hat ihren Sitz in Bielefeld. Es gab für die Stifter vornehmlich zwei Beweggründe, eine Stiftung für Epilepsie ins Leben zu rufen. Zum einen war dies die Tatsache, dass es heute zwar hervorragende und erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten gibt, diese bedauerlicherweise jedoch nicht ausreichend bekannt sind und daher nicht genügend genutzt werden. Zum anderen werden staatliche und öffentliche Institutionen der medizinischen und sozialen Bedeutung der Epilepsie nicht gerecht, werden sowohl die Epilepsieforschung als auch die Praxis der Diagnostik und Behandlung nicht entsprechend gefördert. Deshalb ist hier der private Sektor gefordert, um die dringend notwendigen Verbesserungen zu unterstützen.

Epilepsie ist nach Migräne die am häufigsten vorkommende chronische Krankheit des Gehirns. Obwohl sie so verbreitet ist, herrschen in der Öffentlichkeit leider Unkenntnis und Missverständnisse vor. Viele halten Epilepsie fälschlich für eine Geisteskrankheit, die man nicht behandeln kann. In Wirklichkeit handelt es sich um anfallsweise auftretende kurze Störungen der Hirnfunktion, zwischen denen die Betroffenen meist völlig unauffällig sind und daher von ihrer Umgebung als gesund wahrgenommen werden. Dabei variieren die Häufigkeit der Anfälle und die Länge störungsfreier Intervalle. Die Behandlungsmöglichkeiten sind heute so weit fortgeschritten, dass die große Mehrzahl der Betroffenen ganz anfallsfrei sein kann. Dies ist jedoch zumeist nur möglich, wenn sie fortwährend Medikamente einnehmen. In manchen Fällen, bei denen die Epilepsie nicht zufriedenstellend mit Medikamenten zu behandeln ist, kann ein hirnchirurgischer Eingriff in Betracht gezogen werden, um eine Anfallsfreiheit der Patienten zu erreichen.

Ausführliche Informationen zur Epilepsie und ihren Behandlungsmöglichkeiten erhalten Sie unter dem Menüpunkt „Über Epilepsie“.

Die Stifter

Prof. Dr. Peter Wolf war von 1985 bis 2003 Leitender Arzt der Klinik Mara am Epilepsiezentrum Bethel in Bielefeld. Seit 2003 ist er am Dänischen Epilepsiezentrum Dianalund tätig, von 2003 bis 2008 verbunden mit einer Professur für Epileptologie an der Universität Kopenhagen.  Er hat im Jahre 1996 die Europäische Epilepsie-Akademie (EUREPA) gegründet, die er bis 2007 leitete und wo er u.a. das weltweit sehr erfolgreiche Fernstudienprogramm Virepa ins Leben rief. Von 2005 bis 2009 bekleidete Prof. Dr. Peter Wolf das höchste Amt in der internationalen Epileptologie, das des Prädidenten der International League against Epilepsy (ILAE). Die Prioritäten seiner Präsidentschaft waren die weltweite Verbesserung der Versorgungsstrukturen für Epilepsie und die Entwicklung des besten Weiterbildungssystems aller medizinischen Fachrichtungen, um die talentiertesten Nachwuchskräfte für dieses Arbeitsgebiet zu begeistern und zu gewinnen. Diesem Ziel dient u.a. die seit 2007 jährlich stattfindende Ostsee-Sommerakademie (Baltic Sea Summer School for Epilepsy) .